Die Geschichte
1898
Ein Ort mit Vergangenheit
Im Käfertaler Wald verbinden sich Kunst und Natur mit Räumen, die selbst Teil der künstlerischen Arbeiten geworden sind. Manches zeigt sich sofort – anderes entdeckt man erst, wenn man genauer hinsieht.
Doch das Haus, in dem sich heute die Waldgalerie befindet, war nicht immer eine Galerie. Bevor hier Ausstellungen, Workshops und kulturelle Veranstaltungen stattfanden, gehörte das Gebäude zu einer anderen Geschichte.
Ursprünglich war es Teil des ehemaligen Waldwasserwerks der Zellstoff-Fabrik Waldhof. In dem Gebäude lebten einst Arbeiter des Werks mit ihren Familien – Menschen, deren Alltag eng mit dem Betrieb und dem Ort verbunden war.

Charakter des Hauses
Eine historische Zeichnung aus dem Jahr 1930 zeigt die damalige Anlage und lässt auch das Gebäude erkennen, das heute die Waldgalerie beherbergt.
Der Charakter des alten Hauses ist bis heute spürbar. Backsteinfassaden, Sandsteinsockel und gewachsene Strukturen erinnern an seine frühere Nutzung und geben den Räumen ihre eigene Geschichte.
ca. 2008–2016
Ein Haus wartet auf seine nächste Geschichte
Als Yvonne Toltsios und ihr Mann das Gebäude übernahmen, lag eine lange Zeit der Arbeit vor ihnen. Das Haus hatte lange leer gestanden, der Garten war verwildert – es lag, wie Yvonne es später beschrieb, in einem Dornröschenschlaf.
Fast acht Jahre dauerte die Renovierung. Mit viel Geduld, handwerklichem Können und zahlreichen Herausforderungen wurde das Gebäude Schritt für Schritt wieder zum Leben erweckt. Dabei blieb sein historischer Charakter erhalten.
Aus dem langen ruhenden Hause entstand schließlich ein Ort für Kunst, Begegnung und gemeinsames Gestalten.
5. August 2016
Ein neues Kapitel beginnt
Am 5. August 2016 öffnete die Waldgalerie erstmals ihre Türen. Künstler aus der Region zeigten ihre Arbeiten in unterschiedlichen Räumen des Hauses. Malerei, Fotografie, Keramik, Holz, Kupfer, Stein und Skulpturen fanden hier ihren Platz.
Mit der Zeit kamen weitere Angebote hinzu: Workshops und Kurse, Lesungen, Musik, Theater und Veranstaltungen im Garten. Die Waldgalerie wurde zu einem Ort, an dem Kunst nicht nur ausgestellt, sondern auch gemeinsam erlebt werden konnte.
2016–2018
Ein Ort voller Geschichten
Die vergangenen Jahre brachte eine Vielzahl künstlerischer und kultureller Begegnungen. Kinder konnten zeichnen, Erwachsene an Workshops teilnehmen, Künstler ihre Arbeiten zeigen und Besucher bei Lesungen, Märkten oder Veranstaltungen zusammenkommen.
So wurde das Haus selbst zu einem Teil seiner Geschichte. Jede Ausstellung, jedes Gespräch und jede Veranstaltung hinterließ etwas – nicht nur in den Räumen, sondern auch in den Erinnerungen der Menschen, die hier zu Gast waren.
2020/21
Ein erzwungener Stillstand
Während der Corona-Zeit kam der Veranstaltungsbetrieb zum Erliegen. Ausstellungen, Workshops und kulturelle Veranstaltungen konnten nicht wie gewohnt stattfinden. Die Türen blieben geschlossen, und die Waldgalerie geriet in eine längere Phase der Ruhe.
Doch ein Haus, das über so viele Jahre hinweg Geschichten gesammelt hat, verliert dadurch nicht seine Vergangenheit. Die Räume blieben bestehen – und mit ihnen die Möglichkeit, eines Tages ein neues Kapitel zu beginnen.
2025
Ein neuer Abschnitt
Im Jahr 2025 begann ein neuer Abschnitt in der Geschichte der Waldgalerie. Die Räume wurden neugestaltet, historische Strukturen bewahrt und neue künstlerische Oberflächen geschaffen. Dabei entstand eine Verbindung zwischen dem Charakter des alten Hauses und neuen Ideen für seine Nutzung.
Die Waldgalerie soll wieder ein Ort werden, an dem Kunst gezeigt, gestaltet und gemeinsam erlebt werden kann. Die künstlerisch gestalteten Wände und Räume prägen dabei ebenso das Haus wie die Ausstellungen, Workshops und Seminare, die künftig wieder stattfinden sollen.
Herbst 2026
Die Geschichte geht weiter
Mit der Wiedereröffnung im Herbst 2026 beginnt ein neues Kapitel in der Geschichte der Waldgalerie.
Die Geschichte dieses Hauses ist damit nicht abgeschlossen. Sie wird weitergeschrieben – mit neuen Arbeiten, neuen Ideen und den Geschichten, die jeder Besucher selbst entdeckt.